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Mareike schrieb am Februar 7, 2019
Unsere Arbeit mit Nadja begann im Sommer 2018. Eher aus Neugier, denn ich unterhielt mich irgendwann einmal beim Anweiden unserer Pferde mit einer Freundin, die schon lange bei Nadja reitet, über die so ganz andere Reitweise. Ich hörte ihren euphorischen Erzählungen zu, sah es für mich doch manchmal merkwürdig aus, wie sie ihr Pferd arbeitete. Unser Gespräch ging mir nicht aus dem Kopf, und ich vereinbarte eine Stunde bei Nadja. Die brachte mich total durcheinander. Mein Pferd kaute und schnaubte und fühlte sich so sauwohl, er war voller Energie und zufrieden nach der Arbeit. Für mich fühlte sich alles komisch an. Nicht rund, nicht fließend, anders halt. Aber doch irgendwie richtig. Ich hatte einen Kopfknoten, war verwirrt, nahm trotzdem erneut Unterricht bei Nadja. Zwischendurch ritt ich aber weiter fleißig V/A, wie ich es mal gelernt hatte, wie es ja jeder macht. Wenig später wurde bei meinem Pferd Arthrose in verschiedenen Gelenken diagnostiziert und man riet mir, ihn in die Rente zu schicken. Keine Dressurarbeit mehr, nichts. Ich war verzweifelt, denn er war doch vom Kopf her noch nicht so weit, als dass er als Rentner nur auf der Koppel stehen sollte. Ich machte einen weiteren Termin bei Nadja, denn ich wollte und „musste“ mein Pferd irgendwie beschäftigen und flott vorwärts ging ja nun nicht mehr. Ich erzählte ihr von seinen Baustellen. Seitengänge sollten ab sofort tabu sein; wegen der Arthrose. Das folgende werde ich wohl nie vergessen: Ich sagte zu Nadja, dass wir ja eigentlich sehr viele Seitengänge in der Stunde reiten, wir das aber nicht mehr dürfen (wegen der Arthrose) und fragte sie, was wir denn dann machen. Sie guckte mich nur an und meinte: „Na Seitengänge.“ Ich war so verdutzt, dass ich nichts erwiderte. Wir begannen mit der Arbeit. Einfach so. Ich ließ mich komplett auf Nadja ein, vertraute ihr, fühlte mein Pferd. Es war großartig! Und es blieb großartig! Seit dem bemerke ich Veränderungen an meinem fast 19 jährigen Seelentröster. Er strotzt vor Energie, hat Spaß und Pepp bei der Arbeit, er kaut und schnaubt und ist zufrieden. Wie in der ersten Stunde. Er verändert sich körperlich, baut Muskulatur auf, wirkt größer, erhabener. Von seinen Arthrosen ist nichts zu merken, es gibt weder Lahmheiten noch dicke Gelenke, welche er nach der bisherigen Arbeit ständig hatte. Auch ich erlerne das Reiten neu. Lerne jetzt erst, leider! jetzt erst, was wirklich richtig und gut für das Pferd ist, begreife von Mal zu Mal mehr, wie was wo im Pferd passiert, wenn ich dieses jenes welches mache. Alles fühlt sich auf einmal so leicht an. Das macht so süchtig! Und glücklich! Liebe Nadja, ich möchte Dir für diese wundervolle Arbeit danken. Für Deine Ruhe, Dein Einfühlungsvermögen, die Sicherheit, die Du mir bzw. uns gibst. Durch das Training mit Dir darf ich meinen Senior reiten und muss ihn nicht auf die Rentnerkoppel stellen, hab vielen Dank dafür! Ich wünsche mir, dass ich noch ganz viel durch Dich und von Dir lernen darf und wir drei noch viele gemeinsame Stunden zusammen erleben!
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